Laos – von Hähnen und Kähnen

25.09.14 Laos Muang Ngai (oder ähnlich)

Bis auf die rotierend raunende Waschmaschine und die vorbeifahrenden Flusskähne ist dieses kleine verschlafene Örtchen eine echte Ruhe-Oase. 800 Einwohner, keine asphaltiert, oder betonierte Straße, viel Lehm. Der Fluss ist auch ganz lehmig braun. Weiter oben, in Muang Cuan waschen sie ihre Roller im Fluss. Wir leben hier für 2,50€ p. P. und Nacht in einer kleinen Holzhütte auf Stelzen mit Balkon zur Flussseite heraus.

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Mir gefallen die Laoten, sie scheinen zumeist entspannt und fröhlich. Das Danke “Khawp Chai Lai Lai” ist so schön auszusprechen und erzeugt auch zumeist ein weiteres oder noch größeres Lächeln. Und auch die Grußformel “Sabai Di” hört sich für mich ganz rund und melodisch an. Langsam verstehe ich die Begeisterung anderer Reisender für dieses Land.

Heute haben wir keinen Plan, fühlen uns etwas erschöpft vom Trekking in der Mittagshitze durch die Reisterassen gestern und denken uns auch, dass wir mal einen Tag Pause gut gebrauchen können.

Die Reisetage empfinde ich als anstrengend. Es ist laut, man sitzt nicht gut, der Verkehr ist chaotisch, alles klebt und man schwitzt dazu oder wird von der Klimaanlage auf 15℃ heruntergekühlt.

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wpid-imag1135.jpgZurzeit habe ich bestimmt 40 Mückenstiche. Gestern habe ich nämlich vergessen mich unter den Füßen gegen Moskitos einzusprühen und hatteann gleich 5 unter jedem Fuß.

In unserem Bad habe ich letztens einen ca 1,5cm großen Skorpion entdeckt und ihn mit der Dusche den Abfluss hinuntergespült. Am nächsten Tag haben uns die anderen deutschen Backpacker erzählt, sie hätten auch einen im Bad gefunden, 5cm lang. Weil sie nicht wussten, was sie mit ihm anfangen sollten, haben sie ihn unter ein Glas eingesperrt und dieses mit einem Buch beschwert. Unsere Hostel-Chefin Penny und ihr Mann meinten wir sollen Skorpione einfach töten. Als wir sie fragten, wie gefährlich die Dinger sind, hatten sie eine kleine Geschichte für uns parat:

Einmal wollte sich der Mann der Hostelbesitzerin im Winter nach einer kalten Dusche schnell abtrocknen. Ihm wurde ein Handtuch gereicht, welches draußen hing. Als er sich kräftig abschrubbelte, wurde er fünf mal von einem Skorpion, den er dabei zwischen seinem Arm und dem Handtuch eingeklemmt hatte, gestochen. Bis auf die Schmerzen ging es ihm erst wohl noch gut. Er meinte, man spüre das Gift langsam in Richtung des Herzens strömen. Am Tag danach erwachte er jedoch aus seinem Mittagsschlaf mit vierzig Grad Fieber. Mit entsprechender Medizin seien Skorpionstiche hierzulande jedoch nicht lebensgefährlich. Nun ja, wir waren doch etwas erschrocken und laufen weder barfuß herum, noch nehmen wir Kleider oder Handtücher ohne sie auszuschütteln oder durchzuschauen an uns. Unsere Lektion: Vorsicht ist immer gut und natürlich besser als Nachsicht.

Auch auf unserer Wanderung durch die Reisfelder sind wir auf interessante Kreaturen gestoßen. Lea schreckte plötzlich hoch und meinte: “whoa, da war gerade eine ziemlich große Schlange, die vor mir ins reisfeld geschnellt!” Von penny und ihrem Mann erfuhren wir dann, dass der biss dieser Art von Schlangen lebensbedrohlich sei. Mh, gut zu wissen, so im nachhinein. Wir wunderten uns sehr, warum uns solche Informationen nicht vorher mitgeteilt wurden. Zum Beispiel als wir uns nach der Route erkundigt haben und gefragt haben, ob man die Tour auch allein durchführen kann. Lao Lifestyle – Don’t bother too much. Or: Don’t worry, be happy?

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Gestern gab es hier ein kleines Dorfstrassenfest. Die Musik wurde ohrenbetäubend laut aus einem kleinen Lautsprecher aufgedreht und die Laoten haben sich betrunken, Playback gesungen und getanzt. Wir sind an ihnen vorbei spaziert, aber fühlten uns nicht, als wären wir willkommen und ließen sie deshalb alleine.

Abends werden hier um zehn die Lichter ausgemacht. Deshalb werden Reisende auch herzlich eingeladen, sich tagsüber schon zu betrinken und dann aber bitte ab zehn Uhr leise zu sein.

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Heute Morgen haben verschiedene Hähne unter und um unsere Hütte herum mit einander kommuniziert. Leider hat das ganze schon gegen fünf Uhr oder sogar früher angefangen. Lea meinte dazu: “ich kann nun wirklich nachvollziehen, woher das Sprichwort “Ich könnte ihnen den Hals umdrehen” kommt.” Ich kann es auch verstehen.

Penny ist Laotin, ihr Mann ist Schwede. Ihnen gehören hier im Dorf mehrere Bars, Hüttchen zur Zimmervermietung, ein Restaurant und auch die Fahrradvermietung, etc. Penny ist 28, er ist 24. Sie haben drei Kinder zusammen und sich vor vier Jahren in Vang Vieng kennen gelernt. Stellt euch das mal vor…

Sep 26 2014 Lea Category: Allgemein

4 COMMENTS
  1. danke, macht spass euren beitrag zu lesen

    09-27-2014, 10:42 pm Reply
    • Es macht auch viel Spaß, Eure Kommentare hier zu lesen und zu merken, dass Ihr Euch für unsere Reise interessiert. Es ist schön, diese Eindrücke zu teilen. Ich drücke Euch ganz feste!

      09-29-2014, 2:13 pm Reply
  2. Hallo liebe Reisende! :-)

    Es macht Spaß euren Blog zu verfolgen! Ich hab das Gefühl ich reise mit! :-)
    Ich wünsche euch weiterhin eine gute Zeit und freue mich auf weitere Berichte!
    Ganz liebe Grüße aus Köln! Diana

    10-04-2014, 2:25 pm Reply
  3. Hi Olga,
    heute habe ich mit meinen Jungs eure Bilder angeschaut und Ihnen vorgelesen. Philipp hat sofort so viele Fragen zum Thema Skorpion und Schlangen gestellt. Mach doch mal demnächst Fotos davon. Zum Schluss sagte er. ich gehe nicht in das Land… hi hi.
    Bis demnächst. Viele Grüße
    Katherina

    10-06-2014, 3:17 pm Reply
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