Laos Teil 2 – Luang Prabang

Die Reise ist irgendwie zu etwas anderem geworden, ich habe das Gefuehl wir sind nun mehr zu Reisenden geworden und weniger Urlauber. In Vietnam haben wir noch viel Sightseeing betrieben, waren ziemlich planvoll unterwegs und hatten immer eine Vorstellung davon, wohin es als naechstes gehen soll. Vielleicht liegt es an Laos, vielleicht an den tollen Menschen, die wir getroffen haben und mit denen wir nun ein wenig zusammen gereist sind. Nun ja, gerade sitze ich in unserem Guesthouse, kurz vor der Abreise aus Laos und kurz vor dem Abschied von unseren lieb gewonnen, Gitarrespielenden und fuer jede verrueckte Aktion zu habendenen “Frenchies” und der Amerikanerin, die sofort fuer einen Kletterausflug zu begeistern war. April hat auch gleich ihr Profilfoto auf Facebook zu einem Kletterfoto geaendert.

Aber was haben wir in Laos eigentlich unternommen? So manch ein Mal haben Lea und ich uns das gefragt. Im Endeffekt koennen wir Euch doch einiges erzaehlen.

Es fing alles an in Muang Cuao, dem Ort, der nahe an der Grenze zu Vietnam liegt. Laos ist uebersaeht von Tempeln, ueberall sind Moenche zu sehen, in ihren leuchtend orangenen Gewaendern und kahlgeschorenen Koepfen. Ganz frueh morgens laufen sie durch die Orte und sammeln Spenden, zumeist in Form von Essen, von Glaeubigen ein. Danach ziehen sie weiter und geben einen Teil der Spenden an Beduerftige weiter. Sie sind quasi eine Art Robin Hood(s) der Laoten. Auch hier in Laos wird es frueh hell und frueh dunkel. In Muang Cua gab es nicht viel zu sehen oder erleben, und so assen wir eine Pho (Reisnudelsuppe), tranken Lao Coffee mit sweet condensed milk (Milchmaedchen) und verbrachten den Abend mit ein paar anderen Reisenden, die wir auf der Busfahrt im Nightsleeper kennengelernt hatten. Oh, eine Sache faellt mir noch zu Muang Cua ein: Es gab eine aufregend wackelige, lange Bruecke, die aus Stahlseilen und losen Brettern gebaut wurde. Roller sind natuerlich trotzdem ueber die Bruecke gefahren, ganz ohne Probleme, waehrend wir jeden Schritt bewusst setzen mussten, damit wir auf der geschaetzt 300 Meter langen Bruecke nicht mal eben 30 Meter in den Fluss fallen.

Ueber Muang Ngai haben wir ja bereits einen Artikel verfasst, faellt mir gerade ein “Von Haehnen und Kaehnen”. Darum springe ich mal weiter zum naechsten Ort.

In Nong Khiau wollten wir eigentlich fuer einen Kletterausflug stoppen. Die Agentur war allerdings ziemlich teuer und es gab auch keinen Termin in naechster Zukunft darum beschlossen wir uns einfach einen Tag zu entspannen, ein wenig die wunderschoene Gegend zu erkunden und am naechsten Tag abzureisen. Wir wanderten eine Stunde in der Mittagshitze hoch zu einem Aussichtspunkt. Lea bestritt diese Wanderung in Flip Flops, Bergsteigerschuhe waeren wohl eher angebracht gewesen, und wir kaempften auf Leben und Tod mit den Millionen von Moskitos. Wir wurden auf der Spitze des Berges mit einer wundervollen Aussicht belohnt, das war die Muehe Wert. Ausserdem macht das Wandern ja auch schoene Beine, wie Lea und ich zu singen pflegen.
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Oh wie schoen ist Luang Prabang! Dies war dann seit laengerem mal wieder eine etwas groessere Stadt, in der wir viel unternehmen konnten und es viel zu sehen und unternehmen gab. Wir haben unsere erste Nacht in einem Dorm mit insgesamt 16 Menschen verbracht, einfach weil wir es einmal ausprobieren wollten (es war naemlich gar nicht guenstiger bei einer Nacht fuer 40.000 Kip (4 Euro). WIR haben naemlich gemerkt, dass es schoen waere auch mal wieder ICH zu sein, fuer sich selbst zu entscheiden, wie lange man schlafen will, wann und wo man fruehstuecken gehen mag, und welche Plaene man fuer den Tag so schmiedet (oder eben auch mal keine Plaene). Ausserdem hatten wir Lust auf andere Menschen, andere Gespraeche und ein bisschen Action. Und so begab es sich zu der Zeit, dass Lea und Olga getrennte Wege in Luang Prabang gingen. Eines war jedoch abgemacht: Wir wuerden uns am Abend um 8 Uhr in der Bar “Utopia” treffen und uns sicher viel zu erzaehlen haben. Dementsprechend bekommt ihr nun nur meine Version von Luang Prabang zu hoeren und ich werde mich jetzt auch etwas kuerzer fassen. Ich bin durch die Stadt spaziert, habe mir den Night Market angeschaut, war auf dem Phoussi Mountain um den Sonnenuntergang ueber der Stadt zu erleben (auf den letzten 10 Treppenstufen hoerte ich ploetzlich einen Riesen Applaus, das war der Moment, in dem die Sonne untergegangen war – richtig gutes Timing, Olga!), habe mir das Sprachenlernzentrum “Big Brother Mouse” angeschaut, habe mir fuer 5 Euro eine Ganzkoerper Lao Massage gegoennt, habe 4 Abende in der Bar “Utopia” mit unserer zukünftigen Reisegruppe verbracht, zwei Wasserfälle besucht, Elefanten geritten.
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Lea: ich habe eine Fahrradtour unternommen, mich dabei verfahren und dann einfach mittags in eine Bar gelegt und Gin Tonic getrunken und ich war pünktlich auf dem Phousi, um den Sonnenuntergang zu sehen.
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Okt 9 2014 admin Category: Allgemein

2 COMMENTS
  1. Hei Olga bist du das auf dem Elefanten?

    10-10-2014, 10:21 am Reply
  2. Lea, du magst Gin Tonic? Wieder eine Gemeinsamkeit. Ich habe grade eine göttliche Mischung in Spanien kennengelernt.
    Ich lese eure Berichte gespannt mit und stelle fest, dass ich euch beneide um die vielen Erlebnisse

    10-12-2014, 9:14 am Reply
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